Davor / Dabei / Danach ( Aftercare )
Vor, während und nach dem Treffen
Vor dem Treffen (DAVOR) können Erwartungen, Fantasien und Anspannung, grad im BDSM, das Erleben bereits deutlich beeinflussen bzw. erregen. Gerade bei Themen wie Züchtigung oder Unterwerfung ist die Gefühlslage häufig vielschichtig: Einerseits kann Angst, Unsicherheit oder Nervosität im Vordergrund stehen, andererseits auch eine starke innere Bereitschaft, sich auf die Situation einzulassen in dem man sich hingibt um sich verletzlich (Kontrolle abgeben) und ausgeliefert zu zeigen.
Während der Session (DABEI) können die Vorlieben im BDSM der Beteiligten sehr unterschiedlich sein. Gerade beim Spanking zeigt sich häufig, wie vielseitig die Dynamik sein kann — unabhängig davon, ob es sich um eine eher erotische oder eine strafende Form handelt. Bei Bestrafungen mit realem Hintergrund kann es sehr erfüllend und befriedigend sein, Scham zuzulassen, Demütigung anzunehmen und dadurch zu büßen — sei es durch die eigene innere Versöhnung oder durch die des Gegenübers.
Nach dem Treffen (DANACH) kann bereits die Erinnerung an die BDSM-Session eine starke Erregung auslösen. Besonders dann, wenn man verhauen wurde, sich nackt und beschämt gefühlt hat und noch Schmerzen beim Sitzen spürt, entfaltet sich im Kopf oft ein intensives inneres Nachspiel: genau jene Bilder und Empfindungen, die im Nachhinein besonders nachwirken und einen zuvor während des „DABEI“ womöglich noch gar nicht so bewusst erreicht haben.
Während dem Treffen
Während der Session können die Vorlieben der Beteiligten im BDSM sehr unterschiedlich sein. Es lohnt sich, diese gemeinsam zu erkunden, um das Erleben lustvoll zu vertiefen. Dabei kann sich die Lust gegenseitig anstecken und immer weiter zu ihrem eigentlichen Kern führen.

Auch beim Spanking zeigt sich, wie vielseitig die Dynamik sein kann – ganz gleich, ob es sich um eine sexuelle oder eine strafende Form handelt. Besonders wichtig ist es dabei, spielerisch und mit Feingefühl die Vorlieben und Grenzen auszuloten oder sie im Vorfeld klar zu besprechen. So bleibt der besondere Reiz des Spiels erhalten.
Gerade beim strafenden Spanking kann die Rollenverteilung eine besondere Intensität erzeugen. Die bewusste Unterscheidung zwischen der Rolle der bestraften Person und der Begegnung auf Augenhöhe kann das Erleben zusätzlich vertiefen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Handlung selbst, sondern auch die Art, wie sie vorbereitet, angekündigt und umgesetzt wird.
Im Folgenden gehen wir auf die verschiedenen Vorgehensweisen genauer ein.
DAVOR
In der Regel wird der Po des empfänglichen Partners zunächst vorbereitet, indem man ihn langsam „warm macht“. Das geschieht durch sanftes, allmählich gesteigertes Schlagen innerhalb der Wohlfühlgrenzen des Passiven. So wird die Durchblutung angeregt, der Körper auf die folgende Züchtigung vorbereitet und das Verletzungsrisiko verringert. Gleichzeitig können Spuren dadurch oft weniger stark ausfallen oder schneller wieder abklingen. Siehe auch hier.
Erhöhte Durchblutung: Sanfte Schläge, Streicheln oder leichtes Reiben lassen das Blut verstärkt in die Haut und das Gewebe fließen. Dadurch fühlt sich die Stelle warm an.
Schutz vor Verletzungen: Durch die angeregte Durchblutung und Elastizität der Haut wird das Gewebe auf den intensiveren Aufprall vorbereitet, was das Risiko von Blutergüssen, Rissen oder schmerzhaften Hämatomen verringert.
Steigerung der Sensibilität: Das Nervensystem wird langsam auf die kommende Stimulation eingestimmt, was die Empfindsamkeit und die sexuelle Erregung fördert.
Kreislauf- und Endorphinkick: Die lokale und allgemeine Aktivierung setzt Stoffe wie Endorphine frei und bereitet den Körper auf das sogenannte Impact Play vor.
Beim strafenden Spanking kann auf das Aufwärmen durchaus verzichtet werden, da Strafe nicht immer dem Wunsch nach Komfort folgen muss. Dennoch wünschen sich manche Beteiligte, den Schmerz bewusst und intensiv zu spüren und sichtbare Spuren als Ausdruck des Erlebten mit sich zu tragen.

Ein gelungener Einstieg mit dem Aufwärmen lebt meist von Zurückhaltung und Feingefühl. Mit einer langsamen Steigerung der Intensität lässt sich die Spannung allmählich aufbauen, ohne den Moment zu überladen. Danach hat derjenige schamvoll seine Hose oder den Rock hoch zuziehen, sodas nun der z.B nackte Po vor einem liegt.
Anschließend wird die Züchtigung mit der Hand fortgesetzt und die Intensität schrittweise gesteigert. Dabei können dann auch verschiedene Hilfsmittel wie ein Paddle, Kleiderbügel, Kochlöffel, Haarbürste, Stock oder ähnliche Gegenstände verwendet werden.

Intermezzo (Zwischenspiel)

Hier kann man nun den zu züchtigen auffordern sich in die Raum Ecke, mit dem Rücken zu dir, zu stellen und sich langsam auszuziehen, dies kann sehr schambehaftet sein bzw. demütigend. Aber auch für beide kann dieser Striptease sehr erregend sein!
Derjenige der in der Ecke stehen muss spürt fast körperlich diese fast einbrennenden Blicke auf seinen nackten Körper. Die Scham sich nackt und ausgeliefert zu präsentieren, gedemütigt durch Blicke und u.U. Worte können immens lustvoll sein. All das steigert bei beiden ihre Erregung, schon alleine durch die Phantasie und dem Begehren diesen Körper gleich zu bearbeiten.

Doch halt, gib diesem Verlangen nicht gleich nach, lasse ihn oder sie einen Augenblick in der Ecke stehen und fordere denjenigen auf sich zu bücken, deine Lust sowie Erregung wird die Phantasie desjenigen so erregen, das das kommende eher ins Verlangen um schlägt. Alle Bedenken sind auf einmal nicht mehr existent und somit derjenige verlangend und erwartungsvoll seine Körper dir entgegenstreckt. Dann ziehst du ihn z.B. über einen Tisch damit der Hintern ideal und prall gespannt gebeugt ist. Etwas was auch verhindert das du zu hoch schlagen könntest.
Im Sexuellen Spanking kann es sein das es bis hierhin reicht und man nun zu den Sexuellen Praktiken über geht oder auch zu anderen Fetisch Spielarten.
DABEI
Neben den üblichen BDSM Verfahrensweisen wie,
- Schlage nicht oberhalb vom Po (NoGo)
- Schlage nicht auf die Oberschenkel, außer es ist gewollt
- Langsames Schlagen da mit der Schmerz weg geatmet werden kann
- Oder auch schnelles Schlagen für Bestrafungen (Tracht Prügel)
- Beim Bestrafen kann während dessen, Weinen dazu gehören
- Pausen nach einer Anzahl von Schlägen
- In den Pausen den Po beruhigend streicheln
- Lieblingsinstrumente des Passiven nicht nur nutzen z.B. bei Bestrafung
- Das Spiel auf mehreren Sessions verteilen
- Lang anhaltendes gleichmäßiges Schlagen um u.U. in den Subspace zu kommen in dem man keine Schmerzen mehr spürt. Siehe auch Flugstunde
noch etwas anderes was einen von von allen Konventionen befreit. Das enthemmte total lustvolle Züchtigen oder andere Schmerzen bereiten.
Dies bringt oft den Empfangen dazu alles Lustvoll hin zu nehmen und über seine Grenzen zu gehen. Diese nonverbale Lust zeigt dem Ausführenden das du mehr willst und kann damit unterstrichen werden indem man seinen Körper z.B. Schlägen fordernd entgegenstreckt. Vermeide unnötige Worte um den Zauber des Spiels nicht zu stören. Zeig ihm was du willst in dem du z.B. deinen Po ihm weit entgegenstreckst wenn du es härter brauchst oder flehe ihn an nicht den Rohrstock zu nehmen, damit er weiß das du damit verdroschen werden willst.
Da das ganze auf gegenseitiger Lust basiert ist auch weitgehend ausgeschlossen das einer der beiden die Kontrolle verliert. Hier bei muss aber auch der Aktive den/die Passive beschützen, in dem er abbricht wenn der Passive nicht aufhören kann und immer mehr will, oder auch Verletzungen wie z.B. offene Wunden absehbar möglich sind bzw. schon Blut fließt.
DANACH
Auch als Nachsorge im BDSM (Aftercare) bekannt und bezeichnet das gegenseitige Auffangen nach einer Session. Auch hier kann das sehr unterschiedlich gewünscht sein. Unter anderem,
gib dem Passiven alle Zeit um zu sich selber wieder zu finden, frag denjenigen ohne ihn zu berühren ob sie/er für sich eine Zeitlang alleine sein möchte!
- in dem man die gezüchtigten Stellen streichelt
- in dem man die gezüchtigten Stellen eincremt
- man das Erlebte bespricht und somit reflektiert
- Zuneigung geben, z.B. wie in den Arm nehmen
- sexuelle Handlungen sind natürlich möglich und können für beide sehr intensiv wahrgenommen werden


Ziel ist es so gut es geht Schamgefühle zu begegnen sowie dem Nervensystem zu signalisieren „Du bist sicher“ Dies muss nicht nur den Zeitraum danach betreffen, sondern kann auch über einen längeren Zeitraum sinnvoll sein.
Wo darf ich das erleben: Info & Haftungsausschluss!
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